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DAWO - Großteilbeschichtung mit Automatik



 
Die Aufgabenstellung, die Wolfgang Dattendorfer, Inhaber der Firma Dawo in Mattighofen in Oberösterreich dem Systemlieferanten für die Beschichtungskabine und Applikation, der J.Wagner AG vorgab, war alles andere als einfach: Im geplanten Erweiterungsbau sollten ganze Stahl -und Aluminiumkonstruktionen, Portale und Fassadenelemente bis zu einer Höhe von 3400 mm beschichtet werden - und das mit einer möglichst hohen Prozess-Sicherheit und möglichst hohem Automatisierungsgrad.

Der Grund, die Anlage zu erweitern, war vor allem die knapp gewordene Kapazität in den bestehenden Räumlichkeiten. Heute ist die neue Anlage ausgelegt für Objekte bis zu 300 kg Gewicht und mit Dimensionen von 8000 mm Länge, 3400 mm Höhe und 1200 mm Breite. Zum Zeitpunkt der Realisierung entstand damit 2003 die bezüglich der Werkstückhöhe größte (Horizontal-) Pulverbeschichtungsanlage Österreichs.

Überwiegend automatischer Betrieb

J.Wagner in Altstätten präsentierte auf Anhieb die beste technische Lösung für das Problem. Mit der auf schnelle Farbwechsel ausgerichteten Kabine (SuperTech) verfügt der Anbieter über ein flexibles und bewährtes Basisprodukt, das man mit wenigen Ergänzungen ideal an die Kundenbedürfnisse anpassen kann.

Dank einer leistungsfähigen Elektrostatik reichen zwölf Automatikpistolen und zwei Handpistolen selbst bei diesem weit gestreuten Teilespektrum aus. Um möglichst viel Platz zu sparen, ordnete J. Wagner die Automatikpistolen einreihig vertikal auf zwei Hubgeräten mit Zustellwagen an. Die Handbeschichter verfügen - bei der Werkstückhöhe ein absolutes Muss - über je eine Hebebühne.

Für die Absaugung sorgt die Rückgewinnungseinheit mit Monozyklon und Endfilter, die mit zwei Stufen arbeitet. Je nach Betriebsart stehen 23000 beziehungsweise 28000 m3/h Luft zur Verfügung. Bedingt durch die Höhe und vor allem bei der manuellen Beschichtung durch die räumliche Entfernung des Pulver-Oversprays von der Bodenabsaugung der Kabine, war Innovation gefragt, um einen Austritt des Pulvers in die Umgebung zuverlässig zu verhindern.

Im oberen Bereich der Kabine, gegenüber den Handbeschichtern, wurde ein über Drosselklappen gesteuertes Overspray-Absaugsystem direkt im Kabinensandwich integriert. Die Absaugung über diese Öffnungen erfolgt direkt zum Endfilter, da der Aufwand für ihre zusätzliche Reinigung bei einem Betrieb auf Rückgewinnung in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag steht.

Die Steuerung (ProfiTech) ist ausgestattet mit einer SPS S7 und Visualisierung über das 15"-MP-370-Touch-Panel. Die Teileerkennung erfolgt mit einem Lichtgittersystem mit 10 mm Auflösung für Lücke, Höhe und Tiefe.

Flexibilität auch in der Vorbehandlung

Im Zuge der Anlagenerweiterung entschloss sich Wolfgang Dattendorfer, auch die Vorbehandlung den steigenden Marktbedürfnissen anzupassen. Wahlweise stehen ihm die Stufen Beizentfetten, Spülen, VE -Spülen, Phosphatieren sowie das Aufbringen einer No-Rinse-Konversionsschicht zur Verfügung.

Damit hat Dawo ideale Voraussetzungen, um sowohl blanke Stahlteile für Innenanwendungen, verzinkten Stahl für Außenanwendungen sowie Aluminiumteile für Innen- und Außenanwendungen je nach Bedarf und Kundenwunsch vorzubehandeln.

Der Lohnbeschichter konnte mit der mutigen Investition neue Kunden gewinnen und Geschäfte mit bestehenden Kunden ausbauen. Dabei ist das Unternehmen trotz der beachtlichen Kabinenabmessungen in der Lage, auch bei kleinen Aufträgen und Farbchargen wettbewerbsfähig zu sein. Immerhin stehen durchschnittlich über 15 Farbwechsel täglich an. Schon ab vier Traversen - abhängig von der Bestückungsdichte - kann man schon wirtschaftlich auf Rückgewinnung arbeiten.

Mit einem Pulververbrauch von Über 20 Tonnen - vorwiegend Fassadenpulverqualitäten in allen möglichen Farben - zählt das Mattighofener Unternehmen zu den interessantesten Beschichtern Österreichs - für Kunden und Lieferanten.

Wolfgang Dattendorfer: „Mit unseren individuell gestalteten Anlagen erfüllen wir Kundenanforderungen exakt und nach den höchsten Standards bezüglich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit. Dies wird auch seitens der Kundschaft beachtet und bescherte uns einen ermutigenden Aufschwung.

Mit der Wahl unseres Systempartners J.Wagner AG aus der Schweiz sind wir sehr zufrieden. Die rasche und kompetente Realisierung einer spezifisch auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Anlage klappte hervorragend."

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